Funktionsweise der Trinkwassergewinnung
A Der weitaus größte Teil des Trinkwassers wird über Bohrungen in ergiebigen regionalen Grundwasserschichten gewonnen. In diese Brunnen, die bis mehr als 100 Meter tief sein können, werden unterhalb des Grundwasserspiegels Pumpen eingebaut, die das Wasser bis in die Hochbehälter befördern. B Die chemischen, biologischen und physikalischen Eigenschaften des geförderten Grundwassers werden von den Wasserversorgungsunternehmen regelmäßig kontrolliert. C Rings um die Brunnen überwachen die Wasserversorgungsunternehmen Menge und Qualität des Grundwassers mit Hilfe von "Vorfeldmessstellen". D 20 Prozent des Trinkwassers in Bayern werden aus Quellen gewonnen. Dazu werden in die grundwasserführenden Schichten Rohre eingebaut, die das "Rohwasser" in einen Sammelschacht leiten und über Leitungen zur Aufbereitung führen. E Quellen und Brunnen werden durch Wasserschutzgebiete vor Verunreinigungen geschützt. Die Größe des Schutzgebietes hängt dabei sowohl von der Fließrichtung und Fließgeschwindigkeit des Grundwassers ab, als auch von der natürlichen Schutzwirkung des jeweiligen Untergrundes. F In Teilen Ostbayerns wo nicht genügend Grund- und Quellwasser zur Verfügung steht, wird die Versorgung mit Trinkwasser durch 2 Trinkwassertalsperren gesichert. G Rohwasserleitungen führen das Wasser aus den Quellen, Brunnen und Trinkwassertalsperren zu den Wasserwerken. Wo nötig, werden bei längeren Steigungen Punpstationen zwischengeschalten und sogenannte "Düker" zur Unterquerung von Flüssen eingesetzt. H Rund ein Drittel des geförderten Rohwassers in Bayern wird in Wasserwerken aufbereitet, um die hohen Anforderungen der Trinkwasserverordnung zu erfüllen. I Die Wasserwerke der Wasserversorgungsunternehmen stehen unter regelmäßiger staatlicher Kontrolle des Gesundheitsamtes. J Zwei Drittel des in Bayern geförderten Rohwassers erfüllen bereits die strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung und können ohne Aufbereitung an die Verbraucher weitergeleitet werden. K Hochbehälter dienen zur Zwischenspeicherung des Trinkwassers. Auf diese Weise können tageszeitliche Schwankungen in der Nachfrage ausgeglichen werden. Durch ihre Höhenlage kann im Leitungsnetz der notwendige Wasserdruck gewährleistet werden. L In Orten ohne Hochbehälter muß das Trinkwasser in Wassertürmen zwischengespeichert werden. Durch die erhöhte Position erfüllen sie die gleiche Funktion wie die auf Anhöhen eingebauten Hochbehälter. M Rohrnetzleitungen beliefern Haushalte, Handwerksbetriebe und Industrieanlagen mit sauberem Trinkwasser. Im Durchschnitt verbraucht jede Person in Bayern ca. 134 Liter Trinkwasser pro Tag. |