Markt Dinkelscherben

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Oberschöneberg

Die Gemeinde Oberschöneberg besteht aus dem gleichnamigen Pfarrdorf als dem Gemeindehauptort, dem Weiler Reischenau, dem Dorf Saulach, dem Weiler Siefenwang und dem Dorf Stadel.

Oberschöneberg selbst liegt in südsüdwestlicher Richtung etwa 2 km vom Bahnhof Dinkelscherben entfernt auf der linken Seite des Zusamtals. Das Gemeindegebiet umfasst insgesamt 905,63 ha, darunter 27,2 ha Wald. Als Entstehungszeit des Dorfes Oberschöneberg wird man das elfte Jahrhundert annehmen dürfen. Der Ortsname erscheint erstmals im Jahre 1316 ("Schonenberch"); zur Unterscheidung von dem Kirchdorf Schöneberg bei Wörleschwang (Unterschöneberg) bürgerte sich seit dem 16. Jahrhundert allmählich der Name "Ober"-Schöneberg ein.

Ursprünglich schon bischöflich Augsburgerisches Besitztum, war das Dorf der Herrschaft Hattenberg, zugeteilt und ging mit dieser im Jahre 1641 durch Kauf an das Domkapitel Augsburg über. Bis zur Säkularisation 1803 unterstand es dem domkapitelischen Pflegeamt Dinkelscherben.

Die Pfarrkirche zu Oberschöneberg ist dem Hl. Ulrich geweiht. Der jetzige Bau stammt aus gotischer Zeit und erhielt seine Gestalt in den Jahren 1726 bis 1730. Das Gotteshaus wurde in den Jahren 1902, 1936 und 1954 restauriert. Das Pfarrhaus geht auf einen in den Jahren 1706/07 durchgeführten Neubau zurück.

 

 

Siefenwang

Der Weiler Siefenwang liegt 2 km nordöstlich von Oberschöneberg und etwa 1 km ostsüdöstlich vom Bahnhof Dinkelscherben. Er war vermutlich im 16. Jahrhundert in den Besitz des Domkapitels gelangt.

Das dortige Kirchlein Unserer Lieben Frau, welches eine Filiale der Pfarrei Dinkelscherben darstellt, wird bereits im Jahre 1580 erwähnt.

 

 

Reischenau

In dem Mühlenweiler Reischenau, nicht ganz 1 km südöstlich von Oberschöneberg an der Zusam gelegen, waren zwei Höfe im Jahre 1264, die Mühle selbst im Jahre 1301 durch Schenkung an das Frauenkloster Oberschönenfeld gelangt und bis zur Säkularisation 1803 Eigentum dieses Klosters geblieben.

 

 

Saulach

Das Dorf Saulach liegt 1 km nordwestlich von dem Gemeindehauptort, unmittelbar am Fuße der Hohen Reute.

Es hatte einst zur Herrschaft Wolfsberg bzw. Steinekirch gehört und war mit dieser 1589 an das Domkapitel verkauft worden. Von da an bis 1803 wurden die Rechte des Domkapitels durch das Pflegeamt Dinkelscherben ausgeübt.

 

Stadel

In dem Dorf Stadel, 1,5 km ostnordöstlich von Oberschöneberg, waren einst die Güter auf mehrere Grundherren verteilt, gingen aber alle durch Schenkung oder Kauf um 1280 und im Jahre 1436 an das Domkapitel über.

Die Leonhardskapelle in Stadel stammt aus dem Jahre 1738.

 

Gegenwärtig zählt Oberschöneberg 776 Einwohner, davon 22 in Siefenwang, 55 in Reischenau, 64 in Saulach und 77 in Stadel.

 

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Stand der letzten Änderung: 30.09.2004 | © Markt Dinkelscherben